Flashen
Aus NG-Return Wiki
Voraussetzungen
- DBox 2 im Debug-Modus (egal, ob Nokia, Phillips oder Sagem, 1x oder 2x ...)
- Image eurer Wahl (Download). Beachtet auch die Wahl des richtigen Images!
- PC (oder Mac) mit
- Netzwerkkarte
- serieller Schnittstelle (je nach Anleitung nicht zwingend nötig, aber dringend empfohlen!)
Falls euer PC keine serielle Schnittstelle hat, dann könnt ihr auch einen USB2serial-Adapter verwenden. - Software, je nach gewählter Flash-Methode (s.u.)
Sicherheitssoftware: Feurige Wälle und Norton Schieß-mich-tod
So nützlich solche Programme für den täglichen Gebrauch und die Arbeit mit einem PC sein mögen, so hinderlich können sie im Bezug auf das Flashen mit den folgenden Methoden sein:
- Flashen mit dem Hallenberg Flashassistenten
- Flashen mit dem Feldtech DBox II Bootmanager
Bei diesen Varianten sind Firewalls grundsätzlich für die Dauer des Vorgangs zu deaktivieren. Beim Flashen mit dem Hallenberg Flashassistenten ist es dringenst zu empfehlen die komplette Norton-Suite zu deinstallieren, da diese sogar im deaktivierten Zustand reinfunken kann.
Flashen mit der Expertenfunktion
Weitere Voraussetzungen
Zusätzlich zu den o.g. Voraussetzungen braucht ihr ein FTP-Programm für euren PC und einen FTP-Zugang zu eurer DBox (i.d.R. heißt der FTP-Benutzer root und das FTP-Passwort dbox2) und es muss ein funktionierendes Image auf der DBox installiert sein, damit ihr die Expertenfunktion ansteuern und ausführen könnt.
Es kommt vor, dass keine FTP-Verbindung mehr zur DBox aufgebaut werden kann, wenn das Image der DBox geplatzt ist. In diesem Falle hilft Image2Box häufig weiter.
Durchführung
Baut eine FTP-Verbindung zur DBox auf und kopiert das Image eurer Wahl in den Ordner /tmp. Danach könnt Ihr die FTP-Verbindung wieder lösen - der Rest wird über die Fernbedienung an der DBox ausgeführt:
Tasten: dbox -> Service -> Software-Aktualisierung -> Experten-Funktionen -> einzelne Partition einspielen -> flash without bootloader
und dort wählt ihr dann das zu flashende Image aus (das ihr ja nach /tmp kopiert habt) und drückt die OK-Taste. Es folgt eine letzte Sicherheitsabfrage, ob ihr wirklich das Image flashen wollt und wenn ihr die bestätigt, dann wird das Image geflashed und nach einem abschließenden Neustart ist das neue Image sofort aktiv.
Vermeidung unnötiger Fehler
- Wir haben schon häufig im Forum das Problem gehabt, dass User das Image am PC via FTP in die DBox kopiert haben und dann die Box vom Stromnetz trennen, um die Box zum Fernseher zu bringen. Und dort angekommen schließen sie die DBox an und wundern sich, dass kein Image mehr zum Flashen in der Box ist: Jedesmal, wenn die Box vom Strom getrennt und danach wieder neu gestartet wird, wird der Inhalt des Ordners /tmp komplett gelöscht - und somit dann natürlich auch das zu flashende Image.
- Bitte bootet die DBox neu, bevor ihr mit der Expertenfunktion die Box neu bespielt. Vielfach tritt beim Flashen über die Expertenfunktion das Problem auf, dass die Box nach dem Flashen mit der Meldung "Kein System" im Display startet und mit Flashassistent oder Bootmanager neu geflashed werden muss. Indem ihr die Box vor dem Flashen neu bootet könnt ihr die Gefahr eines fehlerhaften Flashvorgangs deutlich verringern!
Flashen mit der Expertenfunktion und Image2Box
Weitere Voraussetzungen
Zusätzlich zu den o.g. Voraussetzungen braucht ihr das Programm Image2Box auf eurem PC (zu finden im NG-ULC unter Sat-Bereich -> DBox2 -> Flashproggys -> Image2Box), eine Netzwerkverbindug mit eurer DBox und ein funktionierendes Image auf der DBox, damit ihr die Expertenfunktion ansteuern und ausführen könnt.
Durchführung
Startet Image2Box (eine Installation ist nicht nötig!). Dann tragt ihr die IP-Adresse der DBox ein und korrigiert ggf. die FTP-Zugangsdaten (standardmäßig sind die "normalen" Zugangsdaten Benutzer=root und Passwort=dbox2 hinterlegt).
Nun klickt ihr auf die Schaltfläche Image wählen und wählt dort das zu flashende Image aus. Sobald ihr in dem Auswahldialog auf Öffnen klickt, wird das Image automatisch in die DBox in den Ordner /tmp kopiert, wobei es immer in flash.img umbenannt wird.
Nach der Übertragung könnt ihr das Fenster schließen und wie unter Flashen mit der Expertenfunktion beschrieben mit dem eigentlichen Flashen fortfahren.
Flashen über das Webinterface
Weitere Voraussetzungen
Um die DBox über das Webinterface zu flashen muß natürlich ein funktionierendes Image auf der DBox installiert sein. Die DBox muß über das Netzwerk erreichbar sein und der Webserver muß gestartet sein. Darüber hinaus muß auch das Plugin FlashCopy installiert sein.
Durchführung
Wie bei der Expertenfunktion gilt auch hier: Startet sicherheitshalber die DBox frisch, unmittelbar bevor ihr sie flashen wollt. Dann ruft ihr an eurem PC das Webinterface der DBox auf, indem ihr die IP-Adresse in die Adresszeile des Browsers eingebt.
Als nächstes klickt ihr oben auf Tools, und dann links auf Image. Hier wählt ihr Flash without Bootloader aus und klickt auf den Button Flash.... Dann klickt ihr auf Durchsuchen, navigiert zu dem zu flashenden Image, das ihr markiert und anschließend klickt ihr auf Öffnen. Nun sind die Vorbereitungen getroffen und ihr klickt auf Image flashen und bestätigt die letzte Sicherheitsabfrage, damit das Image wirklich geflashed wird.
Flashen mit dem Hallenberg Flashassistenten
Weitere Voraussetzungen
Zusätzlich zu den o.g. Voraussetzungen braucht ihr den Hallenberg Flashassistenten.
Das eigentliche Flashen erfolgt über das Netzwerk. Die Verbindung könnt ihr über einen Router, Hub oder Switch herstellen, oder (besser noch) direkt über ein Crossover-Netzwerkkabel. Mit dem Flashassistenten könnt ihr die DBox auch über das Netzwerk alleine flashen, aber in jedem Falle ist es ratsam und zuverlässiger, wenn ihr auch ein Nullmodem einsetzt. Außerdem könnt ihr bei Problemen das Log des Flashvorgangs im Forum posten um Hilfe zu erhalten.
Wichtig: Solltet ihr ein Nullmodem verwenden wollen, dann schließt es nur an (oder entfernt es nur dann), wenn sowohl DBox, als auch PC ausgeschaltet sind. Anderenfalls kann es zur Zerstörung einer (oder sogar beider) seriellen Schnittstelle(n) kommen!
Durchführung
Startet den Hallenberg Flashassistenten und tragt in dem Programmfenster unter 1. das Image ein, das ihr flashen möchtet. Unter 2. wählt ihr die Netzwerkkarte aus, über die ihr flashen wollt und unter 3. gebt ihr an, ob ihr ein Nullmodem verwendet und wenn ja, an welchem COM-Port es angeschlossen ist. Wenn ihr alle Einstellungen vorgenommen habt, dann klickt ihr auf Start und es folgt eine Meldung, die euch dazu auffordert, den PC und die DBox zu verbinden (was ihr hoffentlich schon vorher gemacht habt) und OK zu drücken.
Nachdem ihr auf OK geklickt habt, wartet der Flashassistent darauf, dass die DBox neu bootet (in die Steckdose einstecken oder resetten - siehe auch unter "Hilfe bei Problemen").
Zunächst löscht der Flashassistent dann den Inhalt des Flashspeichers, bevor er im nächsten Schritt das Image aufspielt und abschließend zum Beenden des Programms (Flashassistent) und Neustart der DBox auffordert.
Wenn ihr ein Nullmodem verwendet habt, dann könnt ihr im Register Technische Details das Log des Flashvorgangs einsehen und falls es zu Problemen gekommen ist, dann könnt ihr es mit einem Klick auf die Schaltfläche Log in Zwischenablage kopieren in die Zwischenablage übernehmen und weiter verwenden.
Flashen mit dem Feldtech DBox II Bootmanager
Weitere Voraussetzungen
Zusätzlich zu den o.g. Voraussetzungen braucht ihr den DBox II Bootmanager.
Die Netzwerkverbindung könnt ihr über einen Router, Hub oder Switch herstellen, oder (besser noch) direkt über ein Crossover-Netzwerkkabel. Im Gegensatz zum Flashen mit dem Hallenberg Flashassistenten braucht ihr hierbei ein Nullmodem. Bei Problemen könnt ihr das Log des Flashvorgangs im Forum posten um Hilfe zu erhalten. Dieses Log ist meist ausführlicher und aussagekräftiger, als das des Flashassistenten.
Wichtig: Wenn ihr das Nullmodem anschließt oder entfernt, dann achtet darauf, dass sowohl die DBox, als auch der PC ausgeschaltet sind. Anderenfalls kann es zur Zerstörung einer (oder sogar beider) seriellen Schnittstelle(n) kommen!
Durchführung
Startet den Bootmanager und tragt im Programmfenster unter den Settings zunächst die IP-Adresse der DBox ein. Sollte die Box keine eigene IP-Adresse haben (weil ihr sie bspw. gerade erst in den Debug-Modus gebracht habt), dann wählt einfach eine noch nicht in eurem Netzwerk vergebene IP-Adresse, die in den ersten drei Zahlengruppen mit der IP des PC übereinstimmt und nur in der vierten Zahlengruppe abweicht. Hat euer PC also bspw. die IP-Adresse 192.168.0.10, dann könntet ihr für die DBox 192.168.0.11 eintragen, sofern die Adresse nicht von einem anderen Gerät im Netzwerk belegt ist (bei Verwendung eines Crossover-Kabels braucht ihr euch darüber natürlich keine Gedanken machen, da das Netzwerk eh nur aus den beiden Geräten besteht).Als nächstes macht ihr (falls noch nicht vorhanden) ein Häkchen bei COM-Port Öffnen, stellt den richtigen COM-Port ein und wählt als Übertragungsgeschwindigkeit 9600.
Dann entfernt ihr alle evtl. vorhandenen Häkchen unter RARP-Server starten, Kurzschluß-Zeitpunkt anzeigen, IP-Debug Messages, BootP/TFTP-Server starten und NFS-Server starten (die nötigen weiteren Einstellungen nimmt der Bootmanager beim Flashen selbst vor - siehe auch vorletztes Bild).
Anschließend klickt ihr links auf den Registerreiter Utilities und dort auf die Schaltfläche Image flashen. Dann gelangt ihr in einen Auswahldialog, in dem ihr das zu flashende Image auswählen könnt. Nachdem ihr mit Öffnen das Image ausgewählt habt, erscheint eine Warnung, die noch ein letztes Mal die Möglichkeit gibt, den Vorgang abzubrechen. Klickt ihr hier auf OK, dann beginnt der Flash-Vorgang sobald die DBox zu booten beginnt (Reset oder Einstecken in die Steckdose).
Flashen mit dem Feldtech DBox II Bootmanager ohne Nullmodemkabel
Weitere Voraussetzungen
Zusätzlich zu den o.g. Voraussetzungen braucht ihr den DBox II Bootmanager und eine besondere ppcboot, die Ihr im NG-ULC unter Sat-Bereich -> dbox2 -> Flashproggys finden könnt.
Die Netzwerkverbindung könnt ihr über einen Router, Hub oder Switch herstellen, oder (besser noch) direkt über ein Crossover-Netzwerkkabel.
Beachtet bitte auch, daß bei dieser Methode das Image nicht geprüft wird: ihr braucht ein 8.257.536 Bytes großes Image (also ohne bootloader ... ist beim NG-Image aber automatisch so).
Durchführung
Die ppcboot wird zunächst in ein beliebiges Verzeichnis (ohne Leerzeichen!) kopiert. Dann wird der Bootmanager gestartet und die gerade gespeicherte ppcboot wird als Bootfile für die Box eingetragen. Das zu flashende Image benennt ihr in 13.img um und legt es im gleichen Verzeichnis ab, in dem auch schon die ppcboot liegt. Folglich habt ihr diese Einstellungen im Bootmanager:
| c:\flashen\ dient hier nur als Beispielpfad! |
Ein serielles Nullmodem ist (wie die Überschrift bereits deutlich macht) bei dieser Methode nicht erforderlich. Es schadet aber auch nicht, wenn ihr eines verwendet. In diesem Fall stellt die Verbindungsgeschwindigkeit im Bootmanager auf 9600.
Jetzt klickt ihr auf Start und resettet die DBox (bzw. steckt sie in die Steckdose ein). Drückt nicht auf Image flashen, sonst funktioniert diese Methode nicht.
Nach kurzer Zeit erscheint Flashing im LCD der Box. Der Flashvorgang dauert etwas länger als mit Nullmodem (bis zu 20 Minuten - das ist von Box zu Box unterschiedlich).
Sobald der Flashvorgang abgeschlossen ist, erscheint Flashing Done im LCD und ihr könnt die Box ausstecken.
Denkt daran erst den Bootmanager zu beenden, bevor ihr die Box neu startet, sonst wird der Flashvorgang wieder eingeleitet.
Flashen ohne Netzwerk - nur über Nullmodem
Weitere Voraussetzungen
Wenn die Netzwerkschnittstelle defekt ist, dann funktionieren alle vorgenannten Methoden nicht mehr. In diesem Fall habt ihr noch die Möglichkeit, die DBox ausschließlich über die serielle Schnittstelle zu flashen. Dazu benötigt ihr natürlich ein Nullmodem und eine serielle Schnittstelle am PC.
Wichtig: Wenn ihr das Nullmodem anschließt, dann achtet darauf, dass sowohl die DBox, als auch der PC ausgeschaltet sind. Anderenfalls kann es zur Zerstörung einer (oder sogar beider) seriellen Schnittstelle(n) kommen!
Ferner braucht ihr ein Programm, um eine Telnetverbindung zur DBox aufzubauen. Wir beschreiben das hier mit dem Programm Hyperterminal, das bis Windows XP dem Betriebssystem bei liegt. Außerdem benötigt ihr zum Flashen noch die Datei u-boot.mot (zu finden im NG-ULC unter: Sat-Bereich -> DBox2 -> Flashproggys -> uboot.zip).
Durchführung
Startet Hyperterminal und klickt zunächst bei "Beschreibung der Verbindung" auf Abbrechen, da wir zunächst noch die Verbindung konfigurieren müssen. Dazu klickt auf Datei -> Eigenschaften und tragt unter Verbindung herstellen über den verwendeten COM-Port ein. Dann klickt auf die Schaltfläche Konfigurieren... und tragt folgende Parameter ein: Bits pro Sekunde: 9600, Datenbits: 8, Parität: Keine, Stoppbits: 1, Flusssteuerung: Xon / Xoff (die Beschreibung wurde unter Windows XP erstellt und je nach Windowsversion können hier Abweichungen auftreten).
Startet nun die DBox mit gedrückter Pfeil-runter-Taste und es erscheinen im Hyperterminal einige Meldungen bis die Box am Eingabepromt dbox2:root> stehen bleibt. Gebt nun
dl 800000 [Enter]ein und es erscheint die Meldung:
S Record Load, offset: 800000Klickt nun oben im Hyperterminal auf Übertragung - Textdatei senden und wählt mit Dateityp: Alle Dateien (*.*) die u-boot.mot aus , die ihr ja bereits heruntergeladen und entpackt habt. Die Übertragung beginnt sofort nach dem Klick auf Öffnen und dauert ca. 5 Minuten. Während dieser Zeit erfolgt keine Ausgabe im Hyperterminal, darum müsst ihr einfach mal abwarten und nicht abbrechen. Nachdem die Datei dann übertragen wurde erscheint die Meldung:
dl: start address 0x800000 dbox2:root>im Hyperteriminal. Jetzt könnt ihr die u-boot starten:
chorus 800000 [Enter]Die u-boot versucht nun drei mal, sich über das Netzwerk mit der DBox zu verbinden und diese Verbindungsversuche brecht ihr alle durch gleichzeitiges Drücken von Strg und C ab, woraufhin der Eingabeprompt der u-boot (=>) erscheint. Hier macht ihr folgende Eingabe:
loadb 120000 115200 [Enter]und es erscheint die Meldung:
Switch baudrate to 115200 bps and press ENTER ...Nun trennt ihr die Verbindung, indem ihr oben in der Menüleiste auf Anrufen -> Trennen klickt und ändert die Verbindungsgeschwindigkeit auf 115200 (Datei -> Eigenschaften -> Konfigurieren: Bits pro Sekunde: 115200), bevor ihr die Verbindung durch Klicken auf Anrufen -> Anrufen oben in der Menüleiste wieder aufbaut und die letzte Meldung im Hyperterminal durch drücken von Enter bestätigt. Die Box gibt nun eine neue Meldung aus:
Ready for binary (kermit) download to 0x00120000 at 9600 bps...Lasst euch von dieser Meldung nicht verunsichern: Obwohl die Verbindungsgeschwindigkeit mit 9600 bps angegeben wird, ist die tatsächliche Verbindungsgeschwindikeit 115200 bps.
Nun beginnt dann auch "schon" das eigentliche Flashen: Klickt oben in der Menüleiste auf Übertragung -> Datei senden und wählt euer Wunschimage (ohne Bootloader!) aus. Dann stellt ihr unter Protokoll "Kermit" ein und klickt auf Senden.
Diese Übertragung dauert ca. 45 Minuten ... während dieser Zeit wird die Dauer und der Verlauf der Übertragung im Hyperterminal angezeigt. Nach Abschluss der Übertragung erfolgt die folgende Meldung:
Total Size = 0x007E0000 = 8257536 BytesNun trennt ihr wieder die Verbindung (Anrufen -> Trennen) und ändert die Verbindungsgeschwindigkeit wieder auf 9600 bps (Datei -> Eigenschaften -> Konfiguration: Bits pro Sekunde: 9600), bevor ihr die Verbindung wieder herstellt, indem ihr erneut auf Anrufen -> Anrufen klickt.Start Addr = 0x00120000
Switch baudrate to 9600 bps and press ESC ...
Nun reagiert ihr auf die letzte Meldung und drückt die ESC-Taste und gelangt wieder an den Prompt der u-boot (=>). Hier gebt ihr noch die folgenden Befehle ein:
protect off 10020000 107fffff [Enter] erase 10020000 107fffff [Enter] cp.l 120000 10020000 1F8000 [Enter]und wartet auf die Meldung
Done. Das dauert ca. 2 Minuten. Danach könnt ihr Hyperterminal beenden und die DBox neu starten. Wenn alles gut gegangen ist, dann befindet sich nun das neue Image auf der DBox.
Flashen mit MAC OS X
Die anderen Anleitungen auf dieser Seite sind für Windows geschrieben. Die Umsetzung für Mac OS X ist aber nicht weiter schwer, ihr müsst nur ein paar bereits vorhandene Dinge einrichten. Wir gehen im folgenden immer von en0 als Netzwerkschnittstelle aus. Als IP-Adresse für en0 wird "192.168.1.2" angenommen, als Subnetmask "255.255.255.0". Als IP-Adresse für die dbox wird "192.168.1.200" angenommen. Die genauen Adressen müsst ihr halt an eure lokalen Gegebenheiten anpassen.
Die IP-Adresse wird der DBox per RARP (BR-Kernel) bzw. Bootp/DHCP zugewiesen. Oder halt später von der GUI gesetzt.
Weitere Voraussetzungen
- Mac OS X 10.3.*
- Terminal
- NetInfo Manager
- ppcboot (ppcboot für tftpd, bootp - zu finden im NG-ULC unter Sat-Bereich -> DBox 2 -> Flashproggys)
- tftp (Datei für /etc/xinitd.d)
- bootps (Datei für /etc/xinitd.d)
- rarpd, tftpd und bootpd
- Ethernetkabel (New World Mac) oder Crossoverkabel (Old Mac)
- Einen User, der den Computer administrieren darf
Durchführung
Öffnet den NetInfo Manager um ein paar Eintragungen zu machen, damit die entsprechenden Daemonen auch ihre Parameter bekommen. Siehe hierzu die beiden Bilder unter config und machines die aus dem NetInfo Manager stammen. Bei einigen Boxen sind die MAC-Adressen auf der Rückseite auf einem Aufkleber. Bei allen anderen müsst ihr die MACs mit tcpdump herausfinden. Die MAC-Adressen der DBoxen beginnen mit 00:50:9C
Nun erstellt man im Terminal eine Datei für den tftp Dienst im Verzeichniss /etc/xinetd.d - diese Datei sorgt dafür, das der tftpd auf Anfrage gestartet wird und mit den Parametern aus dem NetInfo Manager den Ordner mit dem Image findet.
Terminalsession:
cd /etc/xinetd.d/ sudo pico tftp
nun folgendes einpasten:
service tftp
{
cps = 200 5
disable = no
socket_type = dgram
wait = yes
user = nobody
server = /usr/libexec/tftpd
server_args = /tftpboot
groups = yes
flags = REUSE
}
Anschliessend Control-O (schreibt die Datei auf die Platte) und Control-X (um pico zu verlassen). Nun öffnet man die Datei bootps die im selben Verzeichnis liegt, um dort den Parameter disable von yes auf no zu setzen. Die Datei muss dann so aussehen, wie unten im Kästchen.
Hier die bootps in /etc/xinetd.d/ (disable = no)
[21:11] % more bootps
service bootps
{
disable = no
socket_type = dgram
wait = yes
user = root
server = /usr/libexec/bootpd
groups = yes
flags = REUSE
}
Nun braucht man noch im Hauptverzeichnis der Festplatte einen Ordner, aus dem der tftpd seine Daten bekommt und sie der DBox senden kann. Weiterhin liegt dort das UNIX Programm ppcboot (s.o.), mit dem die DBox bootet.
Terminalsession:
cd / sudo mkdir tftpboot [17:57] % ls -l / | grep ftp drwxrwxr-x 5 root staff 170B 24 Feb 17:55 tftpboot/
Nun könnt ihr das UNIX Binary ppcboot dort reinkopieren. Achtet darauf, dass das File ausführbar ist (sudo chmod 755 ppcboot): Terminalsession:
[18:06] % ls -l /tftpboot/ | grep -i ppc -rwxr-xr-x 1 icehouse staff 217K 30 Apr 2003 ppcboot*
Nun kopiert ihr das für eure DBox passende Image in das Verzeichnis /tftpboot und dann müsst ihr es noch umbennen. Das UNIX Binary ppcboot sucht im selben Verzeichnis wie es selbst steht, nach einer Datei mit Namen 13.img - ihr müsst also das Image nach 13.img umbenennen.
Terminalsession:
[18:10] % ls -l /tftpboot/ total 896 drwxrwxr-x 7 root staff 238B 24 Feb 18:10 ./ drwxrwxr-t 43 root admin 1K 24 Feb 14:23 ../ -rw-r--r-- 1 icehouse staff 217K 30 Apr 2003 13.img* -rwxr-xr-x 1 icehouse staff 217K 30 Apr 2003 ppcboot*
So, jetzt wird es ernst. Steckt das passende Ethernetkabel (s.o.) in die DBox und den Mac. Die DBox sollte ausgeschaltet sein (Netzstecker gezogen)!
Steckt man nun die DBox wieder ein, dann schaut diese, ob es was zu booten gibt, wenn nicht, schaut sie im Netzwerk nach einem Bootserver und holt sich einen RARP Request. Da die DBox im NetInfo Manager eingetragen ist, beantwortet der Mac die Anfrage und sendet die IP zur DBox und das ppcboot File zum booten samt dem Image hinterher.
Vorher macht man das Terminal auf und tippen dort folgendes ein:
Terminalsession:
[18:44] % tail -f /var/log/system.log
Mit Apfel-K macht man das Terminal sauber um die neusten Infos zu sehen, alte Infos interessieren im Moment nicht. Es kann beim ersten mal schon klappen, es hat aber auch schon Situationen gegeben, in denen man 2-4 Versuche brauchte. Also, easy going und ruhig mehrmals probieren, wenn es beim ersten mal nicht klappt. WICHTIG: Ihr müsst IMMER den Netzstecker ganz aus der Steckdose ziehen und der DBox den Strom damit nehmen, um wieder einen neuen Versuch starten zu können. Nun solltet ihr im Terminal folgendes sehen: Terminalsession:
Feb 24 18:48:54 localhost bootpd[701]: BOOTP request [en0]: dbox requested file '' Feb 24 18:48:54 localhost bootpd[701]: reply sent dbox 192.168.1.200 pktsize 300 Feb 24 18:48:54 localhost xinetd[353]: START: tftp pid=702 from=192.168.1.200 Feb 24 18:49:02 localhost bootpd[701]: BOOTP request [en0]: dbox requested file '/tftpboot/13.img' Feb 24 18:49:02 localhost bootpd[701]: reply sent dbox 192.168.1.200 pktsize 300 Feb 24 18:49:02 localhost xinetd[353]: START: tftp pid=704 from=192.168.1.200
Nach kurzer Zeit sollte auf dem LCD Display der dbox "Flashing" erscheinen. Das Flashen an sich kann einige Zeit dauern, also nicht nervös werden. Wenn die DBox fertig ist, dann sagt sie das mit den Worten "Flashing done" im LCD Display. WICHTIG: Bevor ihr die DBox neu starten könnt, müsst ihr unbedingt den Inhalt des /tftpboot Ordners entschärfen, da die DBox sonst sofort wieder neu flaschen will.
Wenn es mal nicht geht...
Wenn ihr Probleme beim Flashen habt, dann probiert mal die folgenden Hilfestellungen:
- Stellt die Netzwerkkarte eures PC auf 10 MBit/halfduplex ein.
- Hat euer PC mehr als eine Netzwerkkarte (z.B. LAN und WLAN), dann deaktiviert die nicht verwendete Netzwerkkarte oder baut sie besser gleich ganz aus.
- Verwendet unbedingt statische IP-Adressen und kein DHCP.
- Wenn die DBox über einen Router, Switch oder Hub mit dem PC vernetzt wurde, dann verwendet ein Crossover-Netzwerkkabel.
Manchmal hilft es aber auch, ein Crossover-Netzwerkkabel auszutauschen und einen Switch zu verwenden ... - Deaktiviert beim Flashen Virenscanner und Firewalls.
- Falls das Flashen mit dem Hallenberg Flashassistenten nicht klappt, dann probiert es mit dem Feldtech DBox II Bootmanager ... bzw. anders rum.
- Sollte euer PC über einen Mehrkernprozessor, mehrere Prozessoren oder Hyperthreading verfügen, dann solltet ihr alle Kerne bis auf einen, bzw. das Hyperthreading abschalten.
- Prüft, ob mediasensing abgeschaltet ist - nur dann klappt das Flashen mit Bootmanager oder Flashassistent. Im Zweifelsfall installiert einfach noch einmal den Mediasensing-Patch (zu finden im NG-ULC unter PC-Bereich -> Windows).
- Sollte die DBox nach dem Flashen beim Booten hängen bleiben, dann liegt das häufig daran, dass das Nullmodem schon vom PC getrennt wurde aber noch an der DBox hängt ... einfach entfernen, dann sollte es klappen.
- Unter Windows Vista läuft der Hallenberg Flashassistent ab Version 3.1 - der Bootmanager wird Probleme bereiten, da seine Weiterentwicklung lange vor Windows Vista eingestellt wurde.
- Häufig hat sich auch folgende Vorgehensweise als Vorteilhaft erwiesen:
Statt die Box beim Flashen in die Steckdose einzustecken wird die Box durch gleichzeitiges Drücken der Tasten Pfeil-hoch und Standby (an der Box!) resettet. Dann lässt man nur die Standby-Taste los und hält Pfeil-hoch-Taste noch etwas länger gedrückt. Dadurch wird die DBox in einen Selbsttest geschickt, an dessen Ende sie mit einem Eingabeprompt im COM-Terminal stehen bleibt. Gebt dort boot net, gefolgt von der Enter-Taste ein und die Box beginnt über das Netzwerk zu booten.
Abschließend noch einmal der Hinweis, dass ihr auch Hilfe bei uns im Forum finden könnt. Dabei ist ein Log vom Flashversuch immer sehr hilfreich.
--Trapped 22:26, 28. Jun. 2008 (CEST)
